Dekorative und bequeme Sitzgelegenheiten für jeden Tag

Stühle – Überblick über Geschichte, Design und Trends

Stühle – dekorative und bequem
Stühle – dekorative und bequem

 

Stühle sind zum Sitzen da, so weit, so gut. Doch die praktischen Möbelstücke können viel mehr. Als dekorativer Teil der Wohnungseinrichtung setzen sie Akzente in Ihrem Zuhause und tragen zu einem entspannten Lebensgefühl bei.

Vom Tierfell bis zum Holzstuhl – kleine Stuhlgeschichte

 

Der Mensch sitzt seit Millionen von Jahren, doch erst seit ein paar hundert Jahren auf Stühlen. Lange Zeit begnügten sich die Leute mit dem nackten Boden oder umgekippten Baumstämmen als Untergrund. Bei niedrigen Temperaturen halfen Decken, geflochtene Matten oder Teppiche. Oft zogen es viele vor, zu liegen, statt zu sitzen. Bekannterweise speisten die alten Römer sogar im Liegen.

Als die ersten stuhlartigen Sitzgelegenheiten aufkamen, waren diese ausnahmslos Menschen in höheren sozialen Positionen vorbehalten und dienten weniger der Bequemlichkeit als der Demonstration des eigenen Status. Angehörige unterer Schichten verwendeten allenfalls einen niedrigen Arbeitsschemel.

Erst im 16. Jahrhundert setzten sich Stühle schrittweise auch beim europäischen Bürgertum durch. Zunächst bestanden diese aus solider Eiche, im Barock sorgten Samt- und Lederbezüge für zusätzlichen Komfort. Im 19. Jahrhundert begann die Massenproduktion in Fabriken. Damit entwickelten sich Stühle immer mehr zu einem unverzichtbaren Möbelstück im Alltag, unabhängig von der eigenen Herkunft und Einkommensschicht.

 

 

Z2 Stuhl Serie - MARCUS
Z2 Stuhl Serie – MARCUS

 

Zeitlos schicke Sitzgelegenheiten – Designklassiker

 

Beinahe von Beginn an wurden Stühle nicht nur als praktische Sitzmöbel, sondern auch als dekorative Einrichtungsgegenstände angesehen. So entstanden bald verschiedene Ausführungen, von denen einige heute noch beliebte Designklassiker sind.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Windsor-Stuhl: Benannt nach der gleichnamigen Stadt in Großbritannien, handelt es sich bei dem Windsor-Stuhl um einen sehr leichten Holzstuhl mit gedrehten Beinen und einer Rückenlehne aus ebenfalls gedrehten Stäben.
  • Wiener Kaffeehausstuhl: Er basiert auf den ersten Bugholzstühlen, die der deutsche Kunsttischler Michael Thonet im 19. Jahrhundert herstellte, und zeichnet sich durch seine geschwungenen Formen aus. Große Beliebtheit genießt er bis heute in der Gastronomie, nicht nur in Wien.
  • Freischwinger: Freischwingerstühle verzichten auf Hinterbeine und federn. Geprägt wurden sie durch Designer wie Mies van der Rohe und Marcel Breuer.
  • Bofinger-Stuhl: Als erster stapelbarer Kunststoffstuhl aus einem Stück schrieb der Bofinger-Stuhl Geschichte. Er war das Vorbild für den Aurora Plastikstuhl, der mittlerweile als unangefochtener Verkaufsschlager in Baumärkten gilt.

 

Z2 Esszimmerstuhl Serie - ARMIN
Z2 Esszimmerstuhl Serie – ARMIN

 

Neue Stuhltrends

 

Neben den unsterblichen Klassikern, die nach wie vor große Beliebtheit in deutschen Wohnräumen genießen, prägen moderne Designer das Angebot an dekorativen und bequemen Stühlen. Im Trend liegen seit einiger Zeit Möbel in skandinavischem Design. Sie bestehen in erster Linie aus Holz und anderen natürlichen Materialien und zeichnen sich durch klare Linien und minimalistische, markante Formen aus. Das macht sie genauso ausdrucksstark wie anpassungsfähig.

Wer es gerne fröhlich bunt mag, kann zu Stühlen in knalligen Farben und mit verspielten Mustern greifen. In diesem Bereich finden Sie futuristisch gestaltete Modelle mit eigenwilligen Formen genauso wie solche, die sich an den „Swinging Sixties“ und der Flower-Power-Optik orientieren. Wichtig dabei: Bunte und auffällig gestaltete Stühle passen nicht in jeden Raum. Am besten kommen sie zur Geltung, wenn sie sorgfältig auf den Rest der Zimmereinrichtung abgestimmt sind.

Für eine Wohnung oder einzelne Räume im mediterranen Stil bieten sich luftige Rattanmöbel an, zum Beispiel aus robustem Polyrattan. Sehr filigran und modern wirken Stühle, die schmale Metallrohre mit Sitzflächen aus Holz kombinieren.

Dabei gibt es viele Alternativen zum klassischen Stuhlkonzept mit vier Beinen, Sitzfläche und Lehne. Ob ein stylisher Hocker, ein moderner Freischwinger oder ein Schaukelstuhl aus feinem Leder: Die Auswahl an Farben und Formen ist groß.

 

Hom´in Sessel Serie - CHILL
Hom´in Sessel Serie – BJÖRN

 

Holz, Kunststoff und mehr – Materialien für Stühle

 

Nach wie vor ist Holz ein beliebtes Material für Stühle aller Art. Massives Holz ist kostspielig, aber auch besonders langlebig. Außerdem trägt es mit zu einem gesunden Raumklima bei und besticht durch seine natürliche Ausstrahlung. Holzstühle lassen sich einfach kombinieren und passen – je nach Modell – zu klassischen und modernen Wohnzimmereinrichtungen gleichermaßen. Etwas Pflege ist jedoch nötig, damit die Stühle ihre ursprüngliche Optik behalten.

Daneben spielen Kunststoffstühle eine wichtige Rolle. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Pflegeleichtigkeit aus und sehen sehr modern aus. Häufig werden Sitzflächen und/oder Lehnen aus Holz oder Plastik mit Beinen aus Metall kombiniert.

Polyrattan versprüht den gleichen Charme wie echtes Rattan, ist aber deutlich unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen. Es lässt sich in der Wohnung und im Freien verwenden und sorgt durch seine südländische Optik das ganze Jahr über für Urlaubsgefühle.

 

Jetzt online shoppen

 

Stühle: Klassiker & moderne Trends

Artikel teilen

Bei Facebook teilen Bei Twitter teilen Bei Pinterest teilen
Das Magazin von Zurbrüggen
letzter artikel
nächster artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.