Kinderzimmer altersgerecht einrichten

Das Kinderzimmer als fantasievoller Rückzugsort zum Spielen

Das eine Kind sieht sich als Prinzessin im Turmzimmer einer Burg, das andere als Pirat auf hoher See: Mit einer cleveren Einrichtung wird das Kinderzimmer zu jedem gewünschten Ort. Praktische Aspekte dürfen allerdings auch nicht zu kurz kommen. Mit etwas Einfallsreichtum und guter Planung gelingt Ihnen der Spagat.

 

Die wichtigste Grundausstattung im Kinderzimmer

Das erste eigene Kinderzimmer ist für Ihren Nachwuchs ein entscheidender Entwicklungsschritt. Meist erfolgt dieser im Kindergartenalter, wenn das Kind aus dem Babyzimmer herausgewachsen ist. Es benötigt nun neue Möbelstücke wie ein altersgerechtes Kinderbett und einen größeren Kleiderschrank für die ständig wachsende Garderobe.

Wo sich das Kleinkind noch mit Teddybär und Bauklötzchen begnügt hat, wird sich ab der Grundschulzeit einiges mehr an Spielsachen ansammeln. Planen Sie ausreichend Stauraum ein. Sehr empfehlenswert ist ein Würfelregal. Kleinteiliges Spielzeug wie Legosteine und Playmobil räumen Sie in transparente Aufbewahrungsboxen, die maßgerecht auf die quadratischen Würfel abgestimmt sind. In offenen Regalteilen nehmen Puppen und Kuscheltiere Platz. Brettspiele stapeln Sie aufeinander, damit das gewünschte Spiel stets griffbereit ist.

Mit der Einschulung beginnt der Ernst des Lebens. Wenn Sie schon jetzt einen Schreibtisch für die Schularbeiten kaufen möchten, achten Sie darauf, dass er einige Jahre mitwächst. So können Sie die Höhe nach jedem Wachstumsschub anpassen. Eine andere Lösung ist ein Spieltisch mit Kinderstühlen oder Hockern. Hier kann Ihr Nachwuchs Hausaufgaben machen, aber auch basteln, malen und Puzzles legen. Kommt die Zeit für den Umstieg vom Kinderzimmer auf ein Jugendzimmer, kaufen Sie einen Schreibtisch in den auf Erwachsene abgestimmten Maßen.

 

Kinder benötigen Rückzugsorte

Haben Sie als Kind auch gerne Höhlen gebaut? Da reichte schon eine Wolldecke zwischen zwei Stühlen, um sich ein kleines Paradies zu schaffen. Bieten Sie Ihrem Kind nun ähnliche Möglichkeiten, um sich innerhalb des Kinderzimmers in seine eigenen Spielwelten zurückzuziehen.

Eine beliebte und zugleich platzsparende Option ist ein Hochbett. Im Bereich unter dem Lattenrost verteilen Sie weiche Kissen und Sitzsäcke für ein behagliches Nest, in dem Ihr Kind liest, spielt oder mit der besten Freundin Geheimnisse teilt. Ein großes Tuch, das vom Bett herabhängt, schützt vor neugierigen Blicken. Wächst das Kind aus dem Höhlenalter heraus, nutzen Sie den Platz für einen Schreibtisch oder eine Kommode.

Haben Sie sich für ein reguläres Bett entschieden, zaubern Sie mithilfe eines Standregals eine abgetrennte Spielecke. Legen Sie einen weichen Hochflorteppich oder einen speziellen Kinderteppich zur Markierung des Bereichs aus. Mit wenig Aufwand schenken Sie Ihrem Kind ein kleines Indoorzelt als Versteck vor den Großen.

 

Alle Mann an Bord des Piratenschiffs

Kinder begeistern sich oft monatelang für eine bestimmte Sache, ehe sie plötzlich passé ist. In dieser Phase wünschen sie nichts sehnlicher als ein Kinderzimmer in ihrem Lieblingsthema. Juniors Hochbett muss unbedingt wie ein Piratenschiff aussehen und von den Wänden grüßen nautische Motive. Bis die Piraten auf einmal out sind und die Feuerwehr ganz schwer angesagt. Vermutlich wollen Sie dann nicht gleich ein neues Bett in Form eines Feuerwehrwagens kaufen.

Bleiben Sie bei Einrichtung deswegen flexibel. Verwandeln Sie ein schlichtes, weiß gestrichenes Holzbett mit von der Decke hängenden rosafarbenen Stoffbahnen in das Himmelbett einer Prinzessin oder mit grünen Tüchern in einen Dschungel.

Auch die Wanddekoration können Sie flexibel gestalten, damit Sie nicht immer wieder neu tapezieren müssen. Auf neutralem Untergrund bringen Sie günstige Wandtattoos an, die sich leicht austauschen lassen. An einer abwaschbaren Tapete kann Ihr Kind seine kreative Ader als Nachwuchs-Picasso ausleben.

Widerstehen Sie der Versuchung, das Kinderzimmer zu erwachsen einzurichten. Was Sie selbst als geschmackvoll-nüchterne Einrichtung in sanften Farben empfinden, ist für Ihr Kind nur eines: langweilig. Gestehen Sie ihm die Freiheit zu, sein eigenes Reich so bunt und kitschig zu gestalten, wie es will. Schließlich soll es sich darin wohlfühlen.

 

Die richtige Beleuchtung für das Kinderzimmer

Sie haben sich viel Mühe bei der Auswahl einer fantasievollen, kindgerechten Deckenleuchte gegeben und haben ein Nachtlicht neben der Tür angebracht, das der Dunkelheit ihren Schrecken nimmt. Doch genau wie das Wohnzimmer benötigt auch das Kinderzimmer mehrere Lichtquellen für eine behagliche und zugleich funktionale Beleuchtung. Denken Sie an eine Leselampe am Bett und eine Schreibtischlampe. Zur optimalen Ausleuchtung eines Spieltischs bringen Sie eine Hängelampe direkt darüber an.

Mit einer batteriebetriebenen Lichterkette lässt sich eine kleine Höhle auf gefahrlose und stimmungsvolle Weise erleuchten. Ein neuer Hit sind LED-Lampen mit Projektorfunktion: Sie werfen abends bunte Bilder an die Wand, die Ihr Kind gebannt verfolgt, ehe es sanft ins Reich der Träume gleitet.

 

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